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FleetDating! 2019

Auf zu neuen Ufern


Über Jahre hinweg war das Eden Hotel „FRÜH am Dom“ in Köln Schauplatz des FleetDating!. Fast schon traditionell traf man sich hier Anfang November, um den Erstkontakt zwischen Flottenmanagern und Dienstleistern in einer Art Speeddating herzustellen. Doch die Möglichkeiten, neue Ideen zu verwirklichen, waren im Zentrum der Rheinmetropole nicht mehr gegeben. Daher entschied man sich für einen Neustart des Veranstaltungsformates in Bedburg. Flottenmanagement war als Medienpartner exklusiv vor Ort.

20 Dienstleister und 22 Fuhrparkexperten trafen sich am 7. November erstmals am neuen Veranstaltungsort des FleetDating! – dem Gut Hohenholz bei Bedburg. Das mittelalterliche, von hohen Ulmen umgebene, freiadelige Rittergut blickt auf eine lange Geschichte zurück: Erstmals fand es 1365 Erwähnung, als die Herren von Heinsberg das Gut zusammen mit vielen anderen Gütern an den Ritter Johann von Harff verkauften. Der Name des Guts geht dabei auf das früher dort, später in Königshoven, ansässige freiadelige Geschlecht von Holz zurück. Seit 2009 wird auf Gut Hohenholz ein Event- und Tagungshotel betrieben. An diesem historischen Ort will der Veranstalter flottentermine.de nun mit FleetDating! zu neuen Ufern aufbrechen, denn neben großzügigen Räumen für das geschäftliche Speeddating bietet dieser dem einen oder anderen Dienstleister auch die Möglichkeit, seine Produkte dort auszustellen: Diese Gelegenheit wurde sogleich von Volker Varol als einem der Ideengeber für das FleetDating! genutzt, um einige Modelle aus dem Portfolio der Mercedes- Benz Van Rental auszustellen – die V-Klasse, den e-Vito sowie einen barrierefreien Sprinter. Aber auch eeMobility nutzte den Platz im Innenhof des Gutes und parkte hier ein auffällig beklebtes Model 3 von Tesla, das jedem, der die Veranstaltung besuchte, gleich ins Auge fiel. Doch dies ist nur ein Ausblick auf die Ideen, die dem neu gegründeten Beirat von flottentermine.de zukünftig vorschweben: So entwickeln Sven Wißmann, Geschäftsführer der Fidato GmbH, welche das FleetDating! organisiert, Ideengeber Volker Varol sowie Florian F. Stumm, Sales Director und Mitglied der Geschäftsleitung der Copart Deutschland GmbH, schon seit Jahren das Flottenevent stetig weiter.
440 Dates à sechs Minuten, so die Bilanz für das erste Mal in Bedburg. Für die 22 Fuhrparkleiter bedeutete das, sich 20 Mal auf einen neuen Gesprächspartner einzulassen und herauszufinden, ob das vom Dienstleister kurz vorgestellte Portfolio zu den Belangen der eigenen Flotte passt oder nicht. Damit die Teilnehmer nicht zu sehr ins Schwitzen gerieten und auch der Geräuschpegel in einem erträglichen Rahmen blieb, hatte man sich seitens der Organisatoren schon vor ein paar Jahren dazu entschieden, die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufzuteilen, die parallel in verschiedenen Räumen auf jeweils zehn Dienstleister treffen. Nach den ersten 66 Minuten hieß es somit, kurz zu entspannen, neue Kraft am Buffet zu sammeln und das eine oder andere zuvor geführte Gespräch zu vertiefen – denn um Netzwerken geht es beim FleetDating! in erster Linie. Auch in der zweiten Runde, nachdem die Fuhrparkentscheider in den jeweils anderen Raum gewechselt sind, ertönte die Glocke alle sechs Minuten und signalisierte den Teilnehmern den Tisch zu wechseln.
Das Resümee der Fuhrparkentscheider war durchweg positiv: So berichteten diejenigen, die das erste Mal am FleetDating! teilgenommen haben, von den ungewohnt kurzen Gesprächen mit den Dienstleistern. Sahen aber in der Unbefangenheit, mit der man unbekannten Dienstleistern begegnete, auch einen großen Vorteil, da hierbei neue Impulse für das tagtägliche Geschäft gegeben wurden. Teilnehmer, die schon das eine oder andere FleetDating! besucht haben, freuten sich hingegen darüber, dass auch die Dienstleister von Jahr zu Jahr wechseln. Für manche überraschend war auch die Tatsache, dass man altbekannte Gesichter nun in neuen Rollen oder bei anderen Unternehmen wiederentdeckte – für Florian F. Stumm war es beispielsweise das erste FleetDating! als Sales Director und Mitglied der Geschäftsleitung der Copart Deutschland GmbH.
Auch wenn die meisten Fuhrparkentscheider wohl wegen des Business Speeddatings gekommen waren, boten die Vorträge im Anschluss an die Kaffeepause eine willkommene Abwechslung zu dem hektischen Treiben bei den Gesprächsrunden. Die Veranstalter hatten sich um ein breites Themenspektrum bemüht, sodass auch die Vorträge neue Impulse für die Unternehmensmobilität lieferten. Den Anfang machte Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement e. V., mit einem kleinen Erziehungsratgeber für Dienstwagennutzer. Ausgehend von der These „Das können wir unseren Mitarbeitern nicht zumuten“, erklärte Axel Schäfer, dass verbindliche Regeln in einem Fuhrpark unerlässlich sind: So sei eine Erstellung einer Nutzungsüberlassungsvereinbarung, in der die Sorgfaltspflichten, Handlungsanleitungen, Informationspflichten und Haftung wie auch Sanktionen festgelegt sind, essenziell. Diese müsse wiederum als Anlage zum Anstellungsvertrag vertraglich vereinbart werden und Teil der Einweisung bei der Fahrzeugübergabe sein sowie regelmäßig in Erinnerung gerufen werden. Besonders wichtig war es Schäfer jedoch, dass diese Regeln zu einer dauerhaften Verhaltensänderung führen und nicht einfach als Überwachungselement fungieren.
Im zweiten Vortrag erläuterte Raimund Lietmann von JobRad, wie sich Dienstradleasing in die betriebliche Mobilität einbinden lässt. Dabei erklärte der Diplom-Betriebswirt zunächst die Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: So würde das Angebot von Diensträdern die Attraktivität des Unternehmens erhöhen, und das kostenneutral. Auf Arbeitnehmerseite könnte man bis zu 40 Prozent gegenüber dem privaten Fahrradkauf einsparen; ohne dabei auf den Service von bekannten Fachhändlern zu verzichten, denn die Mehrheit arbeite mit JobRad zusammen. Zugleich entfällt seit Anfang dieses Jahres der geldwerte Vorteil für den Mitarbeiter, wenn ihm das Dienstrad zusätzlich zum Gehalt überlassen wird. Sofern der Bundesrat auch einer Ausweitung der steuerlichen Förderung dienstlich genutzter E-Fahrzeuge zustimmt, müssen Angestellte den geldwerten Vorteil, der ihnen durch die private Nutzung eines elektrischen Dienstfahrzeugs entsteht, auch bei Gehaltsumwandlungsmodellen nur noch mit 0,25 Prozent statt wie bisher mit 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises versteuern.
Zum Abschluss des ereignisreichen Tages traf man sich zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant des Gut Hohenholz. Dabei konnten sich alle Teilnehmer noch mal in entspannter Atmosphäre austauschen. Bei wem nun Interesse geweckt wurde, der sollte sich schon mal den 5. November 2020 vormerken. Auch dann wird es wieder ein FleetDating! in Bedburg geben.
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